Yannick // ©1995 // wäre gern gegen Ende der 70er geboren // introvertiert & verträumt // liebt den Grunge-Style, Nachtspaziergänge, den Strand, den Sommer und das Meer. Vieles davon ist warscheinlich einfach nur das Gelaber eines relativ perspektivlosen jungen Erwachsenen, aber verdammt, ich glaube schon, dass ich in einem gewissen Punkt Recht habe, wenn ich sage, dass ich mit meiner jetzigen Lebenseinstellung - ein Leben als spießbürgerlicher 08/15 Bürohengst mit Haus, Vorgarten und Rosenbüschen - nicht glücklich werden würde. Ich bin, nicht zuletzt, zu einem Menschen geworden, der in erster Linie glücklich sein will, der sich frei entfalten will. Ich lebe nur ein einziges Mal. Ich will die Welt sehen, oder wozu ist das Leben da? Ich komme aus Verhältnissen, bei denen erwartet wurde, dass ich nach Abschluss der Schule brav in die Lehre, oder Ausbildung gehe und dann in einen Beruf und dann die Karriereleiter raufklettere. Das wurde immer von mir erwartet, aber schon lange ist mir klar, dass ich das nicht will. Ich will ein Leben führen, damit ich glücklich bin, ein Leben, von dem ich weiß das es mich glücklich machen würde, aber warum macht es mir die Welt dann so schwer? Warum darf ich nicht alle paar Wochen mal einfach in den Untiefen von einer psychedelischen Substanz tauchen, ohne Schiss zu haben, den Polizisten an der nächsten Ecke in die Arme zu laufen? Warum darf ich nicht einfach ein Jahr nichts tun, keine Schule, keine Ausbildung, keinen Beruf, einfach um mal rauszufinden, wer ich eigentlich bin? Und wenn ich es einfach tue, dann versucht man alles, um mir Steine in den Weg zu legen. Ja, vielleicht ist es wirklich romantisches Teenager-Gerede, das von einem verbitterten und psychisch durchaus labilen 27-Jährigen kommt, der einfach nicht weiß wohin im Leben.
